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Fachgebiet Schienenfahrzeuge17.07.2017: SBB Cargo demonstriert das moderne und zukünftige Konzept des Wagenladungsverkehrs

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SBB Cargo demonstriert das moderne und zukünftige Konzept des Wagenladungsverkehrs

Referentin Frau Sonntag von SBB Cargo
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„25% aller Güter, die täglich in der Schweiz auf der Straße/Schiene transportiert werden, entfallen auf SBB Cargo. Dabei übernimmt der Wagenladungsverkehr die Schlüsselrolle. Um den Wagenladungsverkehr in Zukunft nachhaltig betreiben zu können, will SBB Cargo ein modernes und zukunftsfähiges Angebot für die verladende Wirtschaft.“ Darauf wies Frau Anja-Maria Sonntag, Head of Transformation Asset Management und Projektleiterin Automation bei SBB Cargo, am 17.07.2017 auf dem Eisenbahnwesen-Seminar im Hauptgebäude der TU Berlin, das vom Fachgebiet Schienenfahrzeuge und Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb zusammen mit der Schweizerischen Botschaft Berlin veranstaltet wurde.

Vizepräsidentin Frau Prof. Ahrend
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Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte die Vizepräsidentin der TU Berlin Frau Prof. Ahrend die Teilnehmer und betonte die Bedeutung des Beitrags des Verkehrs zur Reduktion der Klimaeinflüsse. Anschließend übernahm der Verkehrsattaché der schweizerischen Botschaft Herr Staub die Einführung in die Veranstaltung, wobei der Eisenbahnverkehr in der Schweiz kurz vorgestellt wurde.

Im Vortrag von Frau Sonntag wurde die konsequente Digitalisierungs- & Automatisierungsstrategie für Gütereisenbahn bei SBB Cargo präsentiert. „SBB Cargo geht in zwei Schritten vor,“ erklärte Sonntag. „Die zentralen Bausteine des ersten Schritts sind eine standardisierte 24-Stunden-Mehrphasenproduktion und ein Buchungssystem für die Kunden, mit dem konkrete Abhol- und Zustellzeiten gebucht und verbindlich zugesagt werden können.“ Im zweiten Schritt ist die Digitalisierung & Automation in der kompletten Transportkette umzusetzen. Mit Hilfe der automatischen Kupplung, automatischen Bremsprobe, unbesetzten Spitze und der angepassten Prozesse kann der „Ein-Mann Betrieb“ in Rangierbahnhöfen realisiert werden. Während der Zugläufe sind sowohl fahrzeugseitige Telematikgeräte als auch streckseitige Systeme zur Überwachung der Wagenzustände zielgerecht einzusetzen. Weiterhin sind die aktuellen Informationen der Ladegutzustände wie Positionen, Temperaturen, usw. über Sensoren an Bord zu gewinnen. Damit können zeitgemäße Kundeninformationen auf Basis der Informationsinfrastruktur ermöglicht werden.

Verkehrattache Herr Staub von der Schweizer Botschaft
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Zum Zweck der Verprobung innovativer Komponenten für die zukünftigen Güterwagen wurde das Forschungsprojekt 5L (Leise, Leicht, Laufstark, Logistikfähig und Lif Cycle Cost - Orientiert) Demonstratorzug in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und dem TIS (Technischer Innovationskreis Schienengüterverkehr, unter Mitwirkung TU Berlin) ausgeführt. „6 Subsysteme wie z.B. neue Drehgestelle, automatische Kupplung, Scheibenbremse werden im 4-jährigen Realbetrieb am Demonstrator verprobt,“ zeigte Frau Sonntag dem Publikum noch einen Film über Umbauvorgänge der automatischen Kupplung am Demonstratorzug an. (Der Film steht in Youtube unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=fBTncd4qnFY zur Verfügung.) Die Folien werden ebenfalls von Frau Sonntag zur Veröffentlichung zukommen lassen, unter dem Link www.ews.tu-berlin.de.

Nach dem Vortrag wurde von Herrn Prof. Hecht eine fachliche Diskussion bezüglich der Vortragsinhalte moderiert. Anschließend zogen die Teilnehmer in den Lichthof auf Einladung von eidgenössischer Botschaft auf einen Apéro um.

Insgesamt waren ca. 130 Teilnehmenden bei der Veranstaltung anwesend. Diese letzte Veranstaltung der Vortragsreihe Eisenbahnwesen-Seminar im SS17, mit Empfang im Lichthof war sehr erfolgreich.

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