TU Berlin

Fachgebiet Schienenfahrzeuge20.09.: Exkursion Slowakei

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

Exkursion in der Slowakei 2016

Alle Theorie ist grau und so sind Exkursionen stets high lights des Studiums, die alles andere als eine Urlaubsreise sind. 21 Studierende, davon 3 Studentinnen und zusätzlich zwei Betreuer unternahmen eine bahntechnische Exkursion ab Berlin in die Slowakei über 5 Tage im letzten September. Nach ca einjähriger Vorbereitung konnten dank tatkräftiger Unterstützung durch die Partneruni Zilina die guten Angebote der Slowakei für in Europa Studierende, nämlich freie Bahnfahrt bis 26 Jahre wahrgenommen werden und ein tolles Programm durchgeführt werden. Ausfüllen von Formularen in Slowakischer Sprache war eine der Hürden bei denen wir die Hilfe gerne annahmen. Ziel jeder Exkursion ist, Orte mit Fachbezug, die als Tourist nicht erreichbar sind, anzusehen und kompetent erklärt zu bekommen. Dies waren konkret: Eine Straßenbahnneubaustrecke in Bratislava, in Meterspur- und Normalspurausführung gleichzeitig, das Siemens Signaltechnikwerk in Zilina, das aktuell sehr stark vergrößert wird, die Universität Zilina mit Klotzbremsprüfstand, Prüfständen für Temperaturverhalten von Gleisen und einem großen Eisenbahnbetriebsfeld ähnlich dem EBUEF der TU-Berlin. Der ganz neue mit EU-Mitteln gebaute Rangierbahnhof Zilina-Teplicka ist schon für 50 Hz Wechselstrom vorbereitet, wird aber noch mit 3 kV Gleichspannung mit einer aus Deutschland stammenden Ablaufsteuerung für die Wagen am Ablaufberg betrieben. Weiter ging es zur ukrainischen Grenze zur Umladeanlage Cierna nad Tisou, wo Güter zwischen dem ukrainischen Breitspurnetz mit 1520 mm Spurweite und der europäischen Normalspur mit 1435 mm Spurweite umgeschlagen werden, Erze und Flüssigkeiten sind die Hauptprodukte. In Poprad wurde das Betriebswerk der meterspurigen Tatrabahn mit Gleichstromspeisung besucht, das die Wartung für alle Fahrzeuge ausführt. Eine Reise mit der Bahn und der Zahnradbahn Strbske-StrbskePleso regten zum Wiederkommen an. Das mitten im Gebirge gelegene riesige Waggonwerk Tatravagonka, in dem täglich etwa 20 Güterwagen für ganz Europa und auch einige für Russland produziert werden, zeigt bisher ungekannte Dimensionen auf. Zwei Schlafwagenfahrten, Speisewagenbesuch, bis auf einmal 20 Min Verspätung stets pünktliche und gut angenommene Züge und WLAN in fast allen Wagen rundeten die sehr positiven Eindrücke von der Slowakei und ihrer Bahntechnik ab. Ein Besuch eines Weinkellers mit Weinprobe verschiedener Tokaier Weine ließen die Gourmets auf ihre Kosten kommen. Es waren in jeder Hinsicht intensive Tage, die dank diverser finanzieller Förderungen von allen Studierenden kostenseitig gut verkraftet werden konnten.

Ausgewählte Bilder der Exkursion:

Vor einem ganz neuen, noch nicht ausgelieferten Getreidewagen in Poprad, Hohe Tatra, beim größten europäischen Waggonhersteller, Tatravagonka
Lupe
Wagenstandsanzeiger mit WLANanzeige wagenselektiv, für drei Fernverkehrsanbieter, Leo Express, RegioJet und ZSSK, Poprad 18.09.2016
Lupe

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe